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Donnerstag, 23. Mai 2013

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Trinkwasseraufbereitung

 

Sauberes Wasser ist das wichtigste (Über-)Lebensmittel! Ohne eine aus-reichende Versorgung mit Trinkwasser kann der Mensch nicht leben. In unserem Alltag ist die nahezu unerschöpfbare Versorgung mit Trinkwas-ser fast immer und überall sichergestellt. Für den Krisenfall wird seitens des Staates Vorsorge getroffen, um auch dann die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser sicherzustellen. Nach den geltenden Standards der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat jeder Mensch einen täglichen Bedarf von 15 Litern Trinkwasser zum Trinken, zum Zubereiten von Speisen, zum Reinigen von Geschirr und Kochgerät und für die Hygiene. In Deutschland liegt der Pro-Kopf-Verbrauch von Trinkwasser bei über 130 Litern täglich! Einschränkungen unserer Lebensweise sind also in Notzeiten unvermeidlich.

 

[Allgemeines zur Wasserversorgung]

 

[Wassersicherstellung als staatliche Aufgabe]

 


Über die staatliche Wassersicherstellung hinaus verfügen auch private Organisationen wie das Deutsche Rote Kreuz über gewisse Kapazitäten in der Trinkwasseraufbereitung für Notfälle. Sie werden auch aus dem Grunde der autarken Versorgung eigene Einsatzkräfte in Krisenzeiten und für den Einsatz bei internationalen Hilfseinsätzen vorgehalten. Das Aufgabengebiet "Trinkwasseraufbereitung" (TWA) ist Bestandteil des DRK-Hilfszuges. Diese in 10 Abteilungen gegliederte Großeinheit des DRK-Bundesverbandes ist mit ihren mobilen Aufbereitungsanlagen jederzeit in der Lage sauberes Trinkwasser in höchster Qualität in größeren Mengen herzustellen. Für die dem DRK-Landesverband Niedersachsen in Hannover zugeordnete Abteilung übernimmt die Fachdienstbereitschaft zentral alle Aufgaben im Bereich TWA. Unterstützt werden wir durch Einsatzkräfte des Technischen Zuges des DRK Meppen.

 

Die zur Verfügung stehende Anlage der Firma Berkefeld ist eine Filteranlage mit chemischer Vorbehandlung. Mit ihr können bis zu 6.000 Liter Wasser pro Stunde gereinigt werden. Damit ist eine Versorgung von etwa 15.000 Menschen möglich. Die Anlage produziert sogenanntes "Spezialwasser". Das bedeutet Reinwasser von höchster Qualität, welches z.B. auch für die Zubereitung von Babynahrung und im medizinischen Bereich nutzbar ist. Nahezu jede Art der Verunreinigung kann, mit entsprechendem Aufwand, von der Anlage entfernt werden. Nicht aufbereitet werden kann Meerwasser, da mit diesem Anlagentyp keine Entsalzung des Wassers möglich ist. Jede Hilfszugabteilung verfügt über eine einsatzbereite Anlage in einem Kleintransporter mit An-hänger. Das Zentrallager des DRK-Hilfszuges in Meckenheim verfügt über weitere Anlagen. Zwei Anlagen des Typs TWA-6 stehen dort für den sofortigen Auslandseinsatz bereit. Diese können in maximal 48 Stunden weltweit per Luftfracht zum Einsatz gebracht werden (siehe unten - ERU)

 

[Aufbereitungsanlage TWA-6 des DRK-Hilfszuges]

 

Die Stärke der TWA-Gruppe in der Hilfszugabteilung Niedersachsen beträgt 4 Personen (0/1/3//4). Weiteres Personal, sowie der über den Tagesbedarf hinausgehende Bestand an Chemikalien, wird zusätzlich mit weiteren Fahrzeugen (z.B. durch die Transportgruppe) zum Einsatz gebracht. Die Anlage kann auch ohne Vor-behandlung (nur das Zugfahrzeug) zum Reinigen von nicht stark verschmutztem Oberflächenwasser einge-setzt werden.

 

Für die Wasserverteilung stehen Faltbehälter (sogenannte "Bladder Tanks") und  in 3.600 Liter fassender Edel-stahltank als Containeraufsatz für einen LKW zur Verfügung.

 

Für die reine Bedienung der Aufbereitungsanlage hinaus befaßt sich die Fachdienstbereitschaft mit der Wartung aller im Bereich Trinkwasseraufbereitung, -lagerung, -verteilung und -versorgung vorhandenen Gerätschaften der Hilfszugabteilung und des Landesverbandes. Ebenso gehört Expertenwissen im Bereich der Wasseruntersuchung und Analytik zum Aufgabenbereich.

 

[Analytik in der Trinkwasseraufbereitung]

 

[Rechtsvorschriften für die Trinkwasseraufbereitung]


[Ablauf der Trinkwasseraufbereitung im Rahmen der Katastrophenhilfe]

 

[Erläuterungen von Fachbegriffen der Trinkwasseraufbereitung]

 



Bildergalerien, die die Fachdienstbereitschaft bei der Ausbildung/Übung in der TWA zeigen:

 

[Hameln 2003]

 

[Hameln 2004]

 

[Hameln 2005]

 

[Hameln 2006]

 

[Hannover 2007]


Aufbereitungsanlagen im DRK-LV Niedersachsen


Diese Anlagen werden im Katastrophenschutzlager des DRK-Landesverbandes in Hannover vorgehalten und von der Fachdienstbereitschaft betreut und gewartet:

  • Trinkwasseraufbereitungsanlage Berkefeld TWA-6

    Leistungsfähige Standardanlage des Deutschen Roten Kreuzes, zugeordnet der Hilfszugabteilung Niedersachsen.
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  • Kompaniefilteranlage Berkefeld KF-600

    Kleine mobile Aufbereitungsanlage des DRK-Landesverbandes für die Versorgung eigener Einsatzkräfte bei Notlagen und zu Ausbildungszwecken.
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  • Feldfiltergerät Berkefeld FF-250

    Handbetriebene Kleingeräte für die Eigenversorgung der Kräfte der Hilfszugabteilung Niedersachsen.
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Zum Reinigen von leicht verunreinigtem Wasser bzw. Wasser aus unbekannten Quellen für den persönlichen Bedarf der Fachdienstbereitschaft nutzen wir zusätzlich Kleinfiltergeräte (Tropffilter) der Firma Berkefeld

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Weitere Aufbereitungsanlagen sind bei einigen DRK-Kreisverbänden im Rahmen der örtlicher Gefahrenabwehr vorhanden, wie z.B. in 

  • Meppen
  • Hameln-Pyrmont

 


Fachausbildung TWA


Im Landesverband Niedersachsen gibt es keine zentral angebotene einheitliche TWA-Ausbildung wie in ande-ren Landesverbänden des DRK (Lehrgänge TWA I und II).

 

Um eine vergleichbare Ausbildung zu bieten, hat die Fachdienstbereitschaft ihren eigenen Lehrgangsplan für eine Fachausbildung von Helfern aufgestellt. Diese findet nicht als gesonderte Lehrgänge statt, sondern im Rahmen des allgemeinen Dienstbetriebes verteilt auf mehrere Ausbildungstage.

 

Mit Dieter Dettmer steht ein fachlich hochqualifizierter TWA-Ausbilder mit über 40-jähriger Rotkreuzerfahrung zur Verfügung.

 

[Fachausbildung Trinkwasseraufbereitung]

 



 

Für den weltweiten Katastropheneinsatz hält das Deutsche Rote Kreuz eine Emergency Response Unit Water/Sanitation (ERU WatSan) bereit. Die im Internationalen Roten Kreuz genormte Ausstattung ermöglicht einen reibungslosen weltweiten Einsatz von Anlagen aus verschiedenen nationalen Rotkreuzgesellschaften und des Bedienpersonals. Die Reinwasseranlage der Hilfszugabteilung Niedersachsen kann im Rahmen der ERU als "Specialised Water"-Modul eingesetzt werden.

 



 

[Beschreibung der ERU WatSan des Deutschen Roten Kreuzes]

 


 

[Hersteller von Aufbereitungsanlagen für den Katastrophenschutz]


Letzte Änderung:01.08.2011